Weiche EW 190-1 zu 6,6 ohne Doppelschwellen

Weichenbauformen – oder das richtige Vorbild für ein „falsches“ Modell

D I E Weiche gibt es nicht. Oder anders herum, es gibt alles, man muss nur manchmal etwas länger nach dem Beweis suchen.

Mit Erscheinen der neuen Weichen von Tillig, die im Prinzip der EW 190 1:9 (Tillig EW 6), bzw. der EW 190 1:7,5 / 1:6,6 (Tillig EW 5) nachempfunden sind, ergeben sich gute Perspektiven für vorbildnahe Weichenstrasse. Die Weichen selber gefallen mir sehr gut, ich möchte da auf die inzwischen schon zahlreichen Kommentare in den einschlägigen Foren verweisen.

Nichts desto trotz gibt es natürlich hier und da den Wunsch, die Schwellenlage der Tillig-Weichen dem Vorbild weiter anzupassen. Das werde ich nach Vorliegen entsprechender Umbaubeschreibung vermutlich auch machen. Aber ich werde auch Weichen der Bauart EW 190 1:7,5 / 1:6,6 (Tillig EW 5) einsetzen und das mit gutem Gewissen als absolut vorbildgerecht deklarieren!

Warum? Ganz einfach „es gibt alles, man muss es nur beweisen können“. Ich kann es! Im ehemaligen Anschluß „Brandt“, im Bereich des ehemaligen Bahnhofs „Gevelsberg Vogelsang“, an der Ennepetalbahn gibt es eine Variante einer EW 190-1 zu 6,6 ohne Doppelschwellen und damit auch ohne Zwang zum Schwellenschieben bei den neuen Tillig-Weichen.

Nebenstehend das Beweisfoto. Die Weiche hat keine Doppelschwelle. Die vorhandenen 9 Gleitplatten „entlarven“ sie als EW 190 1:6,6.

UPDATE 07.09.2008: Es könnte auch eine Weiche der preußischen Form 8 sein, dafür sprechen die Schienenstützen der Bauart M – sachdienliche Hinweise sind willkommen! Die Weiche im Detail betrachtet…

Die letzte Schwelle vor der Weiche…

… ist eindeutig keine Doppelschwelle.

Die einzelnen Schwellen mit Ihren Gleitplatten im Zungenbereich möchte ich hier hintereinander mal zeigen.

Hier Schwelle 1.

Schwelle 2.

Schwelle 3. Die erste Schwelle mit Gleitplatte. Es handelt sich um eine Schienenstütze der Bauart M.

Schwelle 4.

Schwelle 5.

Schwelle 6.

Schwelle 7.

Schwelle 8.

Schwelle 9.

Schwelle 10.

Schwelle 11. Die letzte mit Gleitplatte. Insgesamt gibt es also 9 Gleitplatten.

Schwelle 12.

Schwelle 13.

Schwelle 14.

Schwelle 15.

Schwelle 16.

Schwelle 17.

Schwelle 18.

Schwelle 19.

Schwelle 20.